Eine Krankheit - Viele Ursachen: Die möglichen Ursachen der Histaminintoleranz

 

  1. DAO-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histadelie/Histaminintoleranz

    In den meisten Fällen leiden HILer an einer verminderten Synthese/Aktivität (Hypoaktivität) des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO). Aufgrund dieser DAO-Hypoaktivität kann das extrazelluläre Histamin im Körper nicht ausreichend abgebaut werden, wodurch der körpereigene Histamin­spiegel über das physiologische Niveau ansteigt. In der Folge kommt es zu einer sog. "Histadelie" (hoher Histamin­spiegel im Blut), welche die bekannten pseudo­allergischen Symptome einer Histaminintoleranz verursacht.

    Mögliche spezielle Ursachen einer DAO-Hypoaktivität: 
    "Ursachen DAO-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histadelie/Histaminintoleranz" 


  2. HNMT-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histadelie/Histaminintoleranz

    In manchen Fällen leiden HIler - entweder zusätzlich zu einer DAO-Hypoaktivität oder auch statt einer DAO-Hypoaktivität - an einer verminderten Synthese/Akti­vi­tät (Hypoaktivität) des histaminabbauenden Enzyms Histamin-N-Methyltransferase (HNMT). Aufgrund dieser HNMT-Hypoaktivität kommt es zu einer sog. "Untermethylierung/Undermethylation" des Histamins, d. h. das intrazelluläre Histamin kann im Körper nicht ausreichend methyliert/abgebaut werden, wodurch der körper­eigene Histamin­spiegel über das physiologische Niveau ansteigt. In der Folge kann es ebenfalls zu einer sog. "Histadelie" (hoher Histaminspiegel im Blut) kommen, welche die bekannten pseudo­allergischen Symptome einer Histaminintoleranz verursacht. 

    Mögliche spezielle Ursachen einer HNMT-Hypoaktivität: 
    "Ursachen HNMT-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histadelie/Histaminintoleranz" 


  3. DAO-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histapenie/Histaminintoleranz

    Seltener aber ebenfalls möglich ist, dass HILer an einer erhöhten Synthese/Akti­vi­tät (Hyperaktivität) des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase (DAO) leiden. Aufgrund dieser DAO-Hyperaktivität wird das Histamin im Körper in zu hohem Maße abgebaut und der körpereigene Hista­min­spie­gel sinkt unter das physiologische Niveau. In der Folge kommt es zu einer sog. "Histapenie" (niedriger Histamin­spiegel im Blut), welche ebenfalls pseudo­allergische Symptome einer Histaminintoleranz verursachen kann, da der Körper auf jeden Anstieg des zu geringen Histamin-spiegels reagiert. 

    Mögliche spezielle Ursachen einer DAO-Hyperaktivität: 
    "Ursachen DAO-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histapenie/Histaminintoleranz"


  4. HNMT-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histapenie/Histaminintoleranz

    Ebenfalls eher selten aber möglich ist, dass HIler an einer erhöhten Synthese/Akti­vi­tät (Hyperaktivität) des histaminabbauenden Enzyms Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) leiden. Aufgrund dieser HNMT-Hyperaktivität kommt es zu einer sog. "Übermethylierung/Overmethyla-tion" des Histamins, d.h. das Histamin wird im Körper verstärkt zum ausscheidbaren Histamin-Metaboliten "Methylhistamin" methyliert/abgebaut und der körper­eigene Histamin­spiegel sinkt unter das physiologische Niveau. In der Folge kann es ebenfalls zu einer sog. "Histapenie" (niedriger Histaminspiegel im Blut) kommen, da der Körper auf jeden Anstieg des zu geringen Histaminspiegels reagiert. 

    Mögliche spezielle Ursachen einer HNMT-Hyperaktivität:
    "Ursachen HNMT-bedingte Histaminabbaustörung mit Folge einer Histapenie/Histaminintoleranz" 


  5. Mastzellaktivierungssyndrom (Mastozytose)

    Weiterhin eher selten aber möglich ist, dass HIler aufgrund eines sog. Mastzellaktivierungssyndroms (oder unter Umständen einer Mastozytose) dazu neigen, dass in den Mastzellen gespeicherte Histamin (sowie weitere Stoffe, wie z. B. auch Prostaglandine) in zu großer Menge in den Blutkreislauf freizusetzen (vgl. "Grundlagen"), da die Zellwände der Mastzellen zu durchlässig sind. Diese vermehrte Histaminfreisetzung aus den Mastzellen führt dann ebenfalls zu einer sog. Histadelie (hoher Histaminspiegel im Blut) sowie in deren Folge zu den pseudoallergischen Symptomen einer Histaminintoleranz.   

    Mögliche spezielle Ursachen eines Mastzzellaktivierungssyndroms:
    "Ursachen eines Mastzellaktivierungssyndroms" (in Arbeit) 

 

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